Hast Du schonmal probiert, beim Denken des Wortes "ICH" kein Gefühl und keine Assoziation dazu aufkommen zu lassen, sondern das Wort einfach als pures, simples WORT wahrzunehmen wie jedes andere? Sag STUHL und fühl den Stuhl, visualisier ihn, das geht! Sag ICH und... such vergeblich nach einem Gefühl geschweige denn einer Visualisierung! Da ist genau so wenig wie bei den Wörtern GOTT, NICHTS, LEERE. Da ist eben nichts. Nicht das legendäre "NICHTS", sondern einfach nichts. So wie vor der Geburt: niemand da. Keine Legendenbildung möglich.
Wer spürt, ist in der ewigen Spur. Wer nichts spürt, spurtet ohne jemals anzukommen. Geist ist nicht das Gegenteil von Körper, sondern ein bloßer Gedanke des Körpers: das Wort "Geist". So simpel ist die Selbstverarschung. Die Menschheit hat Angst davor, das SEIN zu SPÜREN. Die Angst erfindet Kulturen, Kulturen kollektivieren den Glauben an Geist. Massenhypnose! Du brauchst da nicht mitzumachen. Dreh Dich einfach um und geh einen anderen Weg: KOMM IN DIE SPUR! SPÜR DAS SEIN!
Der sogenannte "Körper" ist das einzige, was ABSOLUT REAL bleibt, wenn die Ich-Illusion verpufft. Der Ichgedanke versucht sich ein sinnliches Selbstgefühl zu suggerieren, indem er sich an alle möglichen Objekte klammert, je nach ideologischer Sozialisation: Advaitaisten klammern sich an ihre NICHTS-Hypnose, Transzendentalisten an den Glaube an eine LEERE, moderne Esoteriker an ein gequanteltes Energiefeld. All diese sensationellen Vorstellungen sind nur Gedankenobjekte des objektbesessenen Ichgedankens, der sich selber nicht loslassen kann, ohne sich heimlich in eine neue Gedankenmatrix hinüber zu retten. Dort bildet er sich dann ein, frei zu sein. Auch "Freiheit" ist nur eine Selbsthypnose des Ichs, das wie ein Alien immerzu nach einem Wirt sucht, in dem es sich als Virus festsetzen kann. Erst wenn das Ich verschwindet, wird deutlich: Der Körper höchstselbst ist die wahre filterlose unendliche Leere und weder Objekt der Materialisten noch Antiobjekt der Transzendentalisten. Der Körper ist das ultimative geheimnislose Geheimnis und kein Objekt, sondern substanzloses Sein, das als GRENZENLOSE SINNLICHKEIT von der WAHR-Nehmung wahrgenommen wird. Vorsicht, Gedankenfalle: auch die sogenannte "Wahrnehmung" ist kein Objekt, sondern nur eine Funktion des Gehirns - Neuropsychologen suchen ebenfalls vergeblich nach einem esoterischen Wunder. Das Höchstselbstische ist einfach nur es selbst, ganz unten in der Bodenlosigkeit "angekommen". Niemand kommt irgendwo an. Alles ist sowieso schon DA. Was für eine brutale Erniedrigung des Ichs! Allerdings nur für das Ich, nicht für das LEBEN, das kein Ich benötigt, um zu "leben". Das Leben ist das DAS. Du kannst es nennen, wie Du willst. Die Wörter verkleben und vernebeln nur, was OFFEN-sichtlich ist und gerade jetzt passiert.
In die Zellen hineindenken statt
aus dem Körper herauszutreten.
In die Leere hineinfühlen
statt aus der Fülle heraus.
In das absolute Ganze
abtauchen anstatt aus dem
geträumten Traum aufzuwachen.
Das Leben von der unendlichen
Innenseite erspüren anstatt
eine geheimnisvolle
Außenseite zu erfinden.
Die Urruhe in der Bewegung
wahrnehmen anstatt die Stille
im Stillstand zu suchen.
Niemand da der
woanders wohnt.
Niemand da um
sich zu vermissen.
Niemand da um
sich zu wundern.
Niemand da um
niemand zu sein.
Das Sein führt
kein Gespräch.
Am Anfang der Suche steht das suchende Ich. In der Mitte der Suche stehen die großen letzten Fragen. Das Ziel der Suche war ein erleuchteter Zustand des Ichs. Am Ende der Suche steht die Auflösung des Fragenden. Nach der Suche gibt es keine Antwort, sondern die Befreiung vom Ich, das glaubte, Fragen stellen zu müssen. Die wahre Antwort lautet: ES GIBT KEINEN FRAGENDEN! "Warum?", fragt der Suchende. Weil Du selber Teil des leuchtenden Ganzen bist! "Aber warum wirkt es manchmal so dunkel?", fragt der Verzweifelte. Weil auch die Dunkelheit leuchtet.
